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Rücklagen

Wie viel Rücklage brauche ich als Freelancer wirklich?

Ein realistischer Richtwert für schwankende Einkommen

Tobias Fennerbach 947 Aufrufe 444 Gefällt mir
Wie viel Rücklage brauche ich als Freelancer wirklich?

Als mein größter Kunde im März einfach wegbrach, hatte ich sechs Wochen Zeit, das zu verkraften - ohne Panik, ohne Kredit. Nicht weil ich besonders diszipliniert bin, sondern weil ich vorher einen klaren Betrag festgelegt hatte, den ich nicht anrühre.

Die Drei-Monats-Regel funktioniert nicht immer

Drei Monatsausgaben klingt gut, reicht aber oft nicht. Freelancer im Projektgeschäft haben manchmal zwei bis drei Monate zwischen Auftrag und Zahlung. Dazu kommen Krankenversicherung, Altersvorsorge, Steuerrücklagen.

Mein persönlicher Richtwert: fünf Monate der durchschnittlichen monatlichen Fixkosten. Nicht Einnahmen - Fixkosten. Das ist ein realistisches Sicherheitsnetz.

Wie ich diesen Puffer aufgebaut habe

Ich habe in einem guten Jahr konsequent 15 Prozent jeder Einnahme auf ein separates Konto gebucht, das ich nicht im Banking-Dashboard sehe. Aus den Augen, aus dem Sinn - das funktioniert besser als Willenskraft.

  1. Fixkosten pro Monat berechnen (Miete, Versicherungen, Abos)
  2. Zielbetrag festlegen: Fixkosten mal 5
  3. Automatische monatliche Überweisung einrichten

Der Aufbau dauert je nach Einkommenslage ein bis zwei Jahre. Das ist normal und kein Versagen.

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