Als ich mich 2019 selbstständig gemacht habe, war mein erster Schock nicht das Finanzamt, sondern die Krankenversicherung. Über 800 Euro im Monat als Mindestbeitrag - das hatte ich nicht einkalkuliert.
Gesetzlich versichert als Freelancer
In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlt man als Selbstständiger den vollen Beitragssatz selbst - Arbeitnehmer- und Arbgeberanteil zusammen. Das sind aktuell rund 14,6 Prozent plus Zusatzbeitrag, mindestens aber auf einer Mindestbemessungsgrenze, die 2024 bei etwa 1.178 Euro monatlich liegt.
Konkret: Selbst wer wenig verdient, zahlt mehrere Hundert Euro im Monat.
Private Krankenversicherung - wann lohnt sie sich?
Für junge, gesunde Freelancer unter 35 kann die PKV günstiger sein. Aber: die Beiträge steigen mit dem Alter, und der Wechsel zurück in die GKV ist schwierig. Wer plant, irgendwann wieder angestellt zu arbeiten oder Kinder zu bekommen, sollte das einrechnen.
- Einkommen dauerhaft unter 30.000 Euro im Jahr: GKV meist günstiger
- Stabil hohes Einkommen, keine Familienpläne: PKV prüfen lassen
- Berufsanfänger: mindestens drei Angebote vergleichen, Berater ohne Provision nutzen
Die billigste Option heute ist nicht automatisch die günstigste in zehn Jahren.