Im Februar verdiene ich manchmal das Dreifache von November. Wer da mit einem fixen Monatsbudget arbeitet, scheitert spätestens beim zweiten schlechten Monat.
Das Problem mit klassischen Budgettools
Apps wie YNAB oder Excel-Vorlagen sind auf festes Monatseinkommen ausgelegt. Freelancer brauchen einen anderen Ansatz: Jahresplanung statt Monatsplanung.
Ich arbeite mit einem Jahreszieleinkommen. Davon leite ich ab, was ich im Schnitt pro Monat brauche - nicht, was ich verdiene. Das ist mein persönliches Monatsgehalt, das ich mir selbst überweise, egal wie hoch die Einnahmen in dem Monat waren.
Konkret sieht das so aus
- Jahresausgaben schätzen: Fixkosten plus Variable plus Puffer
- Durch 12 teilen: das ist das Zielgehalt
- Konto einrichten, auf das Einnahmen eingehen - von dort monatlich fixes Gehalt auf Privatkonto
Das Geschäftskonto gleicht die Schwankungen aus. In guten Monaten wächst es, in schlechten Monaten sinkt es - aber mein Privatleben bleibt stabil.
Ich nutze dafür ein einfaches Geschäftskonto bei einer Direktbank ohne Kontoführungsgebühr. Mehr braucht es am Anfang nicht.