Ich habe mit 34 angefangen, systematisch Altersvorsorge zu betreiben. Zu spät, sagen manche. Vielleicht. Aber besser als mit 45, sag ich.
Freelancer zahlen keine Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung - außer in bestimmten Berufsgruppen wie Handwerk oder Lehrberufen. Das bedeutet: volle Eigenverantwortung, volle Flexibilität.
Drei Wege, die in der Praxis funktionieren
- Rürup-Rente: steuerlich absetzbar, unflexibel bei Entnahme - gut für hohe Einkommen
- ETF-Depot: flexibel, keine Steuervorteile beim Einzahlen, aber volle Kontrolle
- Freiwillige gesetzliche Rentenversicherung: unterschätzt, kombinierbar mit Krankenversicherung
Ich nutze eine Kombination aus ETF-Sparplan und freiwilliger gesetzlicher Rente. Warum? Weil ich in schlechten Monaten die ETF-Rate pausieren kann, ohne Strafe.
Was ich heute anders machen würde
Früher habe ich Altersvorsorge als Luxus gesehen, den ich mir leisten muss, wenn ich erst genug verdiene. Das war ein Fehler. Selbst 100 Euro pro Monat ab dem ersten Freelance-Jahr machen über 20 Jahre einen spürbaren Unterschied.
Wer wartet, bis das Einkommen stabil genug ist, wartet oft zu lange.